Donnerstag, 27. November 2014

AUSTRALIEN I - Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten

Nachdem ich nun schon acht Wochen in acht verschiedenen Ländern unterwegs war, wurde das Geld entsprechend knapp. Das Meiste ging bisher für die Flüge drauf, aber bei der Route auch kein Wunder – schließlich bin ich schon einmal um die halbe Welt geflogen. :D Mein oberstes Ziel für Australien war demnach: Erstmal Geld verdienen. Und am liebsten wie es jeder Backpacker mag – mit dem höchstmöglichen Stundenlohn, genug Freizeit und ohne große Anstrengungen :P

Melbourne I

Nach einem 13-stündigen Übernachtflug mit meiner liebsten Billig-Airline Air Asia und dem selbstverständlichen Zwischenstopp an meinem liebsten Transferflughafen in Kuala Lumpur, kam ich am Mittwoch, den 15. Oktober in Melbourne an. Huch, hier fahren ja alle links! Begeistert war ich zunächst nicht: Es war kalt, es regnete und mein Hostel im Stadtteil Richmond war nicht besonders sauber oder gemütlich. Der Besitzer, ein etwas älterer Möchtegern-Papa, und einige der Bewohner waren zwar nett, jedoch fühlte ich mich nicht sonderlich wohl da. Noch nicht mal kostenfreies Wifi gab es, sodass ich mich bei jemandem darüber beschweren konnte! Nun gut, ich versuchte das Beste daraus zu machen und verbrachte meine Zeit akribisch mit der Jobsuche. So hatte ich innerhalb der ersten 3 Tage eine australische Handynummer und Steuer-ID, einen Bank Account und einen fertigen Lebenslauf auf Englisch. Am Freitag machte ich zudem mein RSA, einen Kurs für den 'Responsible Service of Alcohol', bei dem ich in 4 Stunden lernte, woran ich einen betrunkenen Gast erkenne, wie ich mit ihm umgehen sollte und generell z.B. wieviel reiner Alkohol in einem Bier ist. Das RSA ist das Zertifikat, was man mindestens haben muss. Für Aushilfen in Küchen und Cafés gibts extra nochmal was - alles total übertrieben hier! Aber naja, der Kursleiter war ziemlich cool und lustig und wir hatten viel zu lachen (auch wenn ich ihn mit seinem harten australischen Akzent kaum verstand)!
Am Wochenende war dann zum ersten mal schönes Wetter, also sah ich mir die Stadt etwas genauer an. Ich schlenderte am Southbank und Yarra River herum, durchlief einige der vielen schönen Parks und besuchte natürlich den Federation Square. Ja, so gefällt mir die Stadt!
Die nächste Woche war ich jeden Tag in einem anderen Stadtteil und habe dort die Restaurants abgeklappert. Montag durfte ich direkt schon Cocktails mixen und Kaffee machen (letzteres ist in Australien etwas ganz Besonderes. Wahnsinn, wie die auf Kaffee abgehn), Dienstag hatte ich direkt schon zwei Interviews im Restaurant, Mittwoch Probearbeit. Doch der Schein trügt meist: Ich war grob geschätzt in über 40 Restaurants, niemand hat sich je gemeldet. Nicht mal der Deutsche aus der Bar, bei dem ich Cocktails mixte. Und der Typ, in dessen Laden ich Probearbeiten war, rief zwar Samstag wieder an, dass ich kommen soll, jedoch wusste er nicht, ob er mich diesmal auch wirklich bezahlen kann. No way! Das mach ich dann auch nicht mit! Wenigstens konnte ich mein Leid im neuen Hostel im strandnahen St Kilda mit anderen Backpackern teilen. Allen, die einen Job suchten, erging es ähnlich wie mir: Leere Versprechungen, zu wenig Lohn, mehrere Trials ohne Erfolg. Nachdem ich mein Kontostand gesehen hab, beschloss ich zu Marty in die Nahe von Adelaide zu fahren. Ich hoffe, da etwas auf der Farm arbeiten zu können und freu mich einfach ein vertrautes Gesicht zu sehen. Mit der Entscheidung ging es mir gleich besser und ich genoss die letzten Tage in Melbourne mit Pub Crawl, Sightseeing und BBQ am Strand. Nach 2 Wochen verließ ich die Stadt und freute mich jetzt bereits auf ein Wiedersehen Ende November. :)





Tanunda

Es dauerte eine 10-stündige Busfahrt über Nacht nach Adelaide, einen Zug nach Gawler und einen weiteren Bus, bis ich Marty in seinem Hostel empfangen konnte. Ich freute mich sehr ihn zu sehen! Ich denke er auch, da er direkt mit in mein Zimmer umzog :)
Um das Hostel und Tanunda herum gab es viele Farmen, besonders für Weinanbau war die Gegend bekannt. Am ersten Tag tauschte Marty seine Nachtschicht, um mir die Gegend zu zeigen. Wir kauften Wein und trampten zu einem 5km entferntem Lookout, der uns bis an die Küste Adelaides blicken ließ. Auf dem Weg dahin, habe ich auch endlich mein erstes freilaufendes Känguru gesehen. Mit Baby Känguru!
Die nächsten Tage gestalteten sich mit Partys, chillen und quatschen. Es ist schon etwas abgeschieden hier, doch mit Marty lässts sichs locker ein paar Wochen hier aushalten. Aber es kommt ja immer alles anders, als man denkt. Am Freitag bekam ich einen Anruf von einem Hostelbesitzer in Apollo Bay, bei dem ich mich mal als Freiwillige beworben hatte. Ich entschied mich spontan, dort hinzureisen. Schließlich wollte ich nicht noch zwei Wochen ohne Arbeit verbringen und auf einen Farmjob warten. Und in dem Hostel in Apollo Bay sparte ich zumindest für den nächsten Monat die Miete, was in Australien etwa 200 Dollar pro Woche ausmacht. Zudem behauptete der Hostelmensch, dass man dort locker nebenbei noch Arbeit findet.
Ich sitze gerade im Bus Richtung Apollo Bay und bin gespannt. Denn nachdem ich die schlechten Hostelbewertungen gelesen habe und in Australien bisher sowieso mit mäßigem Glück gesegnet war, erwarte ich erstmal nichts.




Apollo Bay

Nun bin ich genau 3 Wochen hier, die Zeit ist wahnsinnig schnell vergangen! Kein Wunder, denn ich habe fast nur gearbeitet. Wahnsinn, wie sich das Blatt gewendet hat! Am Montag angekommen, am Dienstag beworben, am Mittwoch angefangen. Seitdem habe ich 45-55 Stunden die Woche in einem Fischrestaurant/Imbiss gearbeitet, nebenbei das Hostel geputzt. Ein typischer Arbeitstag sah dabei wie folgt aus: Gegen 8 Uhr aufstehen, duschen und das kostenlose Hostelfrühstück abgreifen. Ab halb 10 habe ich ca. 1 - 1,5 Stunden das Hostel geputzt und Betten frisch bezogen. Meist habe ich dann bereits schon 11.30 Uhr im Restaurant angefangen. Dort war ich Mädchen für alles: Ich nahm Bestellungen an der Kasse auf, räumte Tische ab, bereitete Essen mit vor, brachte Essen raus, wusch Teller ab und machte abends mit sauber. Vor 22 Uhr war ich selten zu Hause. Und so ging es jeden Tag aufs Neue wieder los. Es war anstrengend, aber durch die vielen Stunden habe ich in den 3 Wochen über 2000 Dollar verdient und zudem noch die Unterkunft (ca. 500 Dollar insgesamt) gespart. Damit kann ich gut bis Anfang Januar in Australien reisen :)
Das Hostel und Apollo Bay sind übrigens klein und schnuckelig. Wohne hier mit 4 anderen deutschen und total lieben Mädels zusammen in einem Zimmer. Und ein paar andere Longstays sind auch da. Alle haben irgendwie mehrere Jobs, putzen meist am Wochenende in den Hotels, arbeiten in den Restaurants. Nach ein paar Tagen hat man fast alle Backpacker hier kennengelernt und weiß wo diese arbeiten. Apollo Bay ist mit seinen 2000 Einwohnern und einer Hauptstraße (der Great Ocean Road) nun mal sehr überschaubar :D
Heute habe ich dann gekündigt, da ich am Donnerstag bereits schon wieder nach Melbourne zurück fahre, um René vom Flughafen abzuholen. Ich bin echt happy, gerade auch, weil die letzten Wochen mit Geld verdienen doch noch so gut geklappt haben und ich jetzt unbeschwerter weiter reisen kann. René und ich werden dann nach ein paar Tagen in Melbourne die Great Ocean Road bereisen, natürlich noch einmal Stopp in Apollo Bay machen und dann bis Adelaide durchdüsen, um Marty abzuholen. Zu Dritt fliegen wir nach Cairns und reisen mit dem Auto bis Brisbane runter. So ist der Plan. Und ich freue mich riesig darauf!

Apollo Bay 
Im Fischrestaurant

Es wurde geschlemmt
geschlemmt
oder Fisch von der Arbeit gegessen

Unser Koala gegenüber vom Hostel




Donnerstag, 16. Oktober 2014

TAIWAN - Stopover auf einer asiatischen Insel :)

Seit ein paar Tagen bin ich in Taipeh und habe fast vergessen, wie schön Asien ist und welche Besonderheiten es ausmacht: Verschiedenste Relegionen prallen aufeinander, außergewöhnliches Essen zum Entdecken und wirklich sehr sehr nette und hilfsbereite Menschen. Außerdem ist es hier unfassbar sauber, sogar die öffentlichen Toiletten in den Ubahn-Stationen. Mundschutz ist, wie im Rest Asiens, auch in Taiwan ein beliebtes Styling-Accessoire, und (!) ich gehöre endlich mal zu den Größten hier :)
Das "Banana", in dem ich wohne ist echt modern und schick, die Gäste und Mitarbeiter (ich befürchte es gibt mehr von ihnen als es Gäste gibt :D) sind super lieb und aufgeschlossen. Und als derzeitige Großstädterin, hab ich ja sowieso kein Problem mit vielen Menschen auf überfüllten Straßen. Kurzum: Ich fühle mich sehr wohl :)
Nach der ersten kurzen Nacht und dem Versuch wieder einmal mit der Zeitverschiebung klarzukommen, bin ich am nächsten Tag sehr viel umher gelaufen, um mir einen Eindruck von der Stadt zu verschaffen. Wie es sich für Asien gehört, habe ich erstmal einen Tempel besucht. Und dann noch einen! ;)
Das Wetter war sehr angenehm, leicht bewölkt und Temperaturen um die 26 Grad. Leider wurden wir aber ab Freitag von einem Taifun heimgesucht, der bis Sonntag praktisch Dauerregen mit sich brachte. Das war wohl noch Glück im Unglück, da der Taifun Richtung Japan weiterzog und die sich dort auf das Schlimmste vorbereiteten. Jedenfalls hielt mich das schlechte Wetter nicht davon ab, die Stadt weiter zu erkunden. ;) So bin ich am Freitag mit einer Gondel auf einen Berg gefahren, der berühmt für seine Teehäuser und Wandertouren ist. Da Public Holiday war, quetschten sich überall die Massen durch, und das ist in Taiwan mehr als anstrengend: So unkoordiniert wie die Menschen hier umherlaufen, habe ich noch nie erlebt! Und dann findet man sie nur in Gruppen. Kein Wunder, dass wir genervten "Westerners" uns auch gleich zu solchen zusammenschließen. So traf ich überall nette Leute, die mich auf einen Plausch in der Metro oder sogar den ganzen Tag begleiteten. Mit dem Franzosen, der mir in der Gondel begegnete aß ich dann mein erstes taiwanesische Mittagessen auf dem Berg: Grob gehacktes Hühnchen in Ingwer (natürlich inklusive Knochen und Krallen) mit verschiedenem Gemüse, Süßkartoffeln und natürlich Reis. Ich sag mal, das Hühnchen war interessant. :D Da das Wetter einfach zu schlecht war, spazierten wir lieber noch ein wenig in der riesigen Mall vom berühmten 101 Tower herum. Später am Abend ging es dann auf Empfehlung eines Franzosen aus dem Hostel zu einem deutschen DJ: Marcus Fengler, Resident im Berghain von Berlin. Voll witzig, dass der Typ hier auflegte! Da musste ich doch hin! Und die Party war denen in Berlin sehr ähnlich: Dreckiger, kleiner Club im Hinterhof, viel Alkohol und ordentlich Gedresche. Mit dem Unterschied, das zwischen den überwiegend amerikanischen und europäischen Leuten immer mal wieder kleine Taiwanesen umherhüpften :D
Natürlich war die Nacht kurz und der Regen wieder da, also fuhr ich am nächsten Tag nur ins National Palace Museum, das die größte Sammlung chinesischer Kunstschätze weltweit beherbergte. Da gab es also viel zu sehen und über die Geschichte von China bzw. Taiwan zu erfahren. Am Sonntag ging es dann endlich zu den Hot Springs. Auch hier in Taiwan gibt es natürlich sehr viele Quellen, die durch unterirdisches Vulkangestein aufgeheizt werden. Diese ist, aus irgend einem Grund, den ich leider vergessen habe :D, besonders, und existiert in dieser Art nur zweimal auf der Welt. Es war echt cool anzuschauen, wie an dem kleinem See mit 90 Grad heißem Wasser der Dampf aufstieg. Im abzweigenden Fluss, konnte man dann auch die Füße ins Wasser halten :)

 

 

 

 

 


Den letzten Tag habe ich mir dann für den größten Zoo Asiens aufgehoben. Das Wetter war endlich wieder schön und ich konnte mir gemütlich alle Tiere betrachten. Berühmt war der Zoo natürlich auch für seine Pandas, die ich zum ersten Mal live dort bestaunen konnte. Außerdem gab es vom Tiger, Koalas und Kängurus über Nilpferde, Zebras, Giraffen bis hin zu diversen Kleintieren alles, was das Herz begehrt. Interessant war auch der Gorilla, der megagroß war und sehr nah an uns herankam (und uns dann auch noch mit einem kräftigen Schlag auf die Fensterscheibe erschreckte!). Ich verbrachte irgendwie 5 Stunden dort, sieht man ja nich alle Tage solche Tierchen :)
Am späten Nachmittag bin ich dann auf den 101 Tower. Der Eintritt war mit 500 Taiwan Dollar (etwa 13€), im Vergleich zu den sonst günstigen Preisen, ziemlich "happig". Aber das ist wie mit dem Fernsehturm in Berlin. Da muss man einfach mal oben gewesen sein. Entsprechend der 508m Höhe, war es im Außenbereich ziemlich zugig. Also schaute ich mir den Sonnenuntergang in Ruhe vom Observatory drinnen an. :)
Abends bin ich dann mit ein paar Leuten aus dem Hostel noch etwas trinken gegangen. Und auch da kam man wieder mit einigen Travellern ins Gespräch, so dass es noch ein echt netter Abend wurde. Sollte ich nochmal nach Taipeh kommen, würde ich auf jeden Fall auch nochmal im Banana übernachten - so tolle Mitarbeiter habe ich selten erlebt. Außerdem würde ich dann auch das Land, besonders die Ostküste, besuchen. Denn Taiwan ist ja eigentlich berühmt für seine beeindruckende Natur, von der ich leider nicht so viel sah - dafür war einfach zu wenig Zeit. Also sag ich einfach, "Bis zum nächsten Mal!" und mach mich in der Zwischenzeit auf den Weg nach Melbourne :)




 

 
 

 

 

 
 






Montag, 13. Oktober 2014

HAWAII - Traumstrände, Vulkane und 2 Wochen Abenteuer

Damit unseres Reiseroute ein wenig verständlicher wird, hier eine kleine Erläuterung: Hawaii ist eigentlich eine Inselkette mit insgesamt 137 Inseln und Atolle, nur die acht größten Inseln namens Ni'ihau, Kaua'i, O'ahu (mit Stadt Honolulu), Moloka'i, Lana'i, Kaho'olawe, Maui und Hawaii (Big Island) sind bewohnt. Aufgrund der Lage im Pazifik herrscht das ganze Jahr über gleichbleibendes gutes Wetter, trotzdem unterscheiden sich die Landschaften der Inseln teilweise enorm. Auf Empfehlung vieler Freunde und Kollegen entschieden wir uns, etwa 5 Tage auf Kaua'i, eine Woche auf Big Island und den Rest auf O'ahu zu verbringen (da wir sowieso von Honolulu zurück reisen mussten). Dementsprechend buchten wir unsere Flüge bereits im Vorhinein.


Kaua'i - atemberaubende Landschaft, tolle Strände und "The Beast"

Nachdem wir am internationalen Airport von Honolulu gelandet waren, ging es nach einiger Wartezeit, die wir mit Eis essen überbrückten :), direkt weiter nach Kaua'i. Dort erwartete uns bereits Liz, unsere Gastgeberin. Bei ihr hatten wir ein Zimmer über Airbnb gebucht. Sie holte uns freundlicherweise vom Flughafen ab und erzählte uns bereits einiges von Kapaa, der Kleinstadt in der wir wohnten. Liz' kleines Häuschen war super: Wir hatten ein Zimmer mit Klimaanlage, riesen Fernseher, gemütlichen Bett sowie privatem Badezimmer. Konnten die wunderschöne Aussicht und die vielen Marihuana-Pflanzen auf der Terrasse bestaunen. Hatten eine große Küche mit reichlich Marihuana-Cookies und einem vollen Kühlschrank mit Süßkartoffel-Marihuana-Leckerli und Wodka. Und zudem noch Gesellschaft von 3 fetten Katzen und einem Hund. Aloha! :)

Der Blick auf die Terasse
Der Blick von der Terrasse


Wenig später lernten wir auch "the Beast" kennen, ein Truck, so riesig, dass ich mich vorbeugen und ein Handtuch unterlegen musste, um überhaupt über das Lenkrad zu schauen und auf die Pedale treten zu können. Obwohl "the Beast" immer ziemlich großen Hunger hatte, wurde es bald zu unserem besten Freund und führte uns jeden Tag zu einem anderen Punkt der Insel.
So besuchten wir einmal den südlichen Teil, wo es steile tolle Klippen und einsame abgelegene Strände gab, zu dem man teilweise nur über "sehr holprige Wege" fahren musste.
Witzig ist, dass hier die Schildkröten einfach so an der Wasseroberfläche rumschwimmen oder am Strand chillen. Zumindest haben wir ein paar gesehen :)
Außerdem fuhren wir noch auf den Koaie Canyon, machten dort viele Stopps und bewunderten die Aussicht und liefen ein wenig umher. Am schönsten fand ich jedoch die Napali Küste im Norden, die wir über einem Trail bewandern konnten, der uns zu einer Strandbucht mit massig Steinen, einer Höhle und riesigen Wellen führte. Echt schön! Die Wellen sind hier sind sogar so groß, dass es seit langem verboten ist ins Wasser zu gehen, da viele Menschen sich verletzten oder starben. Also chillten wir doch lieber am Strand und glotzten. ;)
Ansonsten verbrachten wir die restliche Zeit mit Bodyboard fahren, baden gehen, Pancakes am Morgen oder Salat am Abend zu machen, Eis essen oder Fischtacos probieren, Sonnenuntergänge anzuschauen oder zu verpassen, die Gegend zu erkunden und reichlich zu schwitzen. Ich kann die Insel und Liz' Haus nur empfehlen :)









 







Big Island (Hawaii) - Ein Berg, ein Vulkan, wieder ein 30ster Geburtstag, Shave Ice und Mantas

Am Samstag sind wir dann nach Big Island geflogen und konnten uns durch Renés Hotelpunkte in ein superschönes Zimmer mit Meerblick im Sheraton einquartieren. Ein Traum! Das Hotel lag in Kona an einer Meeresbucht, in der bei Nacht riesige Mantas (einer Art Rochen) zu besichtigen waren. Nicht weit davon entfernt lag eine kleine Tourigegend mit dem Startpunkt des berühmten Ironman, der in wenigen Wochen hier stattfinden sollte. Die Insel unterschied sich komplett von Kaua'i, war von schwarzem Vulkangestein geprägt und hatte somit weniger Vegetatition zu bieten. Mit unserem gemieteten Auto machten wir unter anderem eine kleine Schnorcheltour, bei der wir Schildis sahen, fuhren zu einer Kaffeemühle mit Gratisproben und Makadamia-Leckerlis und zu Aussichtspunkten aller Art. An Renés Geburtstag fuhren wir natürlich mit dem Trolley in die Stadt. Es gab reichlich Alkohol und eine Sunset-Tour mit dem Boot. Ich fand es auf jeden Fall sehr schön :)
Am nächsten Tag besuchten wir den aktiven Kilauea Vulkan, machten dort eine große Wandertour um und durch den (natürlich nicht mehr aktiven) Krater. Aßen auf dem Vulkanberg lecker (und endlich mal günstiges) Dinner und schliefen dann ganz abernteuerlich in unserem Jeep auf einem Parkplatz neben McDonalds in Keaau an der Ostküste, da wir für diese Nacht kein Zimmer gebucht hatten.


Lecker Shave Ice










Den zweiten Teil der Woche verbrachten wir dann in einem anderen Hotl, etwas nördlicher der Westküste. Das Hotel war superschön, jedoch so eine abgeschlossene riesige Anlage mitten im nirgendwo mit künstlichem Strand und Wasserspielen. Unser Zimmer lag im Wohnbereich mit Strandblick und war nur durch eine 10-minütige vom Hotel bereitgestellte Zugfahrt oder Bootstour zu erreichen. Drama, wenn der Zug ausfiel und die Amis oder Japaner laufen mussten :D
Jedenfalls besuchten wir von dort aus noch den höchsten Berg der Welt - zumindest, wenn man ihn vom Meeresgrund aus messen würde ;) Der Mouna Kea ist 4205m und vom Meeresgrund aus sogar über 17.000m hoch. Wir fuhren mit dem Jeep ganz hinauf und schauten uns den atemberaubenten Sonnenuntergang an. Das jedoch bei einer Außentemperatur von etwa 0 Grad Celcius in kurzen Hosen, sehr dünner Luft und reichlich Keksen :)





O'ahu - Kriegsgeschichte, Seekrankheit und zu viele Japaner

Hier ergatterten wir zwei Nächte auf einem angelegten Katamaran in einer Bucht von Honolulu. Das Päarchen mittleren Alters, das in dem Boot lebte, war sehr aufgeschlossen und nahm uns am nächsten Tag direkt mit zu einer Tour in den Norden, wo wir am berühmtesten Surfer Hot Spot Hawaiis baden gingen und lecker mexikanisches Essen aßen. Abends liefen wir meist den Strand und die Gegend rund um Waikiki ab, sahen uns den Sonnenuntergang an, aßen etwas und tranken Bier oder unterhielten uns mit aufdringlichen alten Damen auf Urlaub :D Honolulu war ansonsten sehr über laufen, besonders von Asiaten, die anscheinend ihr Jahresurlaub hier verbrateten.
An unserem letzten gemeinsamen Tag fuhren wir nach Pearl  Habour und schauten nochmal den Sonnenuntergang an. Gott sei Dank tranken wir reichlich Bier, sodass der Abschied nach guten zwei Wochen Traumurlaub etwas weniger schmerzvoll war. Um mich etwas aufzumuntern, flog ich am nächsten Tag in mein geliebtes Asien, nach Taiwan! :)